
Erholung, Sport & Tourismus
Die unterschiedlichen Möglichkeiten, den Wald zu nutzen, führen immer wieder zu Konflikten. Ökologische und wirtschaftliche Interessen können sich widersprechen, aber auch im Freizeitbereich sind sich nicht alle einig.
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Hintergrundinformation zum Wald als Kulturgut: Der Wald ist ein wichtiges Kulturgut, wobei sich die Bedeutung des Walds für die Gesellschaft im Lauf der Jahrhunderte gewandelt hat: Beispielsweise war er im Mittelalter nicht nur wegen des Holzes von Bedeutung, sondern auch als Zufluchtsort für Geächtete. Damit galt er zugleich als gefährlich, man reiste ungern alleine und lieber in Reisegesellschaften hindurch. In der Literatur spielt der Wald eine wichtige Rolle. Zum Beispiel verkörperte der Wald in der Romantik Freiheit, und durch Grimms Märchen kennen wir den Wald als Ort der Bewährung und zu überwindender Ängste: Er ist Zufluchtsort oder ein Ort der Bedrohung.
Auch heute ist der Wald ein Zufluchtsort, der Ruhe und saubere Luft bietet. Er wird sportlich genutzt, aber auch wegen seiner besonderen Aura geschätzt – vor allem wilde und naturnahe Wälder haben, obwohl angesichts menschlicher Eingriffe kaum mehr existent, eine große Anziehungskraft (z.B. der „Urwald“ nahe der nordhessischen Sababurg). Selbst einzelne Bäume haben eine besondere Bedeutung für die Menschen, vor allem dann, wenn sie besonders alt und knorrig sind, z.B. die Linde von Himmelsberg oder die Förstereiche von Marburg.

